HarzMan in Hohegeiß
Härtester Wettkampf überhaupt
Nicht nur beim Worbiser Duathlon waren die Athleten aus Nordhausen und Umgebung am Sonntag am Start, denn auch in Hohegeiß beim sogenannten HarzMan versammelten sich knapp 70 Athleten um ihre Kräfte zu messen.
Zum vierten Mal versammelten sich zahlreiche Duathleten und Langstreckensportler aus Harz und Umgebung in Hohegeiß, auch dabei waren mit Ines Liebig, Burkhard Omland, Nicky Ehrlich und Ulrich Konschak vier Starter vom SV Nordhausen 90. Sie alle gingen über die Olympische Distanz von zehn Kilometer Laufen, 40 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen in das Rennen, außerdem wurde neben einem Schülerwettkampf (2-8-1) auch noch ein Sprint (5-20-3) angeboten. Das Wetter war wunderbar, etwa 20 Grad und Sonne stellten perfekte Rahmenbedingungen für den Wettkampf dar. Die Strecke ist als sehr anspruchsvoll zu bezeichnen. So galt es auf den 40 Radkilometern 1000 Höhenmeter zu bewältigen, auf den beiden Laufabschnitten kamen noch einmal 300 Höhenmeter dazu. Den Sieg sicherte sich über die längste Distanz Dirk Strothmann, welcher bereits mehrfach Deutscher Meister im Duathlon wurde und über viele Jahre ein Mitglied der Nationalmannschaft war. Im ersten Lauf war Ulrich Konschak, Nordhausens bester Triathlet, noch mit dem späteren Zweiten Thomas Kühlmann und Strothmann zusammen, doch auf dem Rad verloren er wie auch Kühlmann den Anschluss an den Führenden. Markus Weinmann zog mit einer sehr starken Radleistung noch an Konschak vorbei und wurde Dritter, Konschak lief als Vierter in das Ziel, gleichbedeutend mit Rang drei in seiner Altersklasse. Trotzdem zog er insgesamt ein positives Fazit: „Dies ist der härteste Wettkampf, den ich kenne. Für mich ist es aber außerdem einer meiner Lieblingswettkämpfe, noch dazu ein richtiger Heimwettkampf, da der Harz ja unser Trainingsrevier ist. Ich persönlich war zwei Minuten schneller als im Vorjahr und bin deshalb zufrieden mit meiner Leistung.“ Noch ein Treppchen höher ging es für Burkhard Omland und Ines Liebig in ihren Altersklassen, da sie beide den zweiten Platz belegten. Ebenfalls ein hervorragendes Rennen lieferte Nicky Ehrlich als Fünfter ab.
Challenge in Kraichgau

Durch Zeitstrafe gebremst
Challenge Kraichgau: Ulrich Konschak belegt trotz Zeitstrafe einen guten 27. Platz
Bei der Challenge Kraichgau waren am 5. Juli mit Ulrich Konschak, Nicky Ehrlich und Hans Zwirnmann drei Nordhäuser Triathleten bei einem der bekanntesten  Wettkämpfe Deutschlands am Start. Während Konschak und Ehrlich über die Halbdistanz dabei waren und vor allem erstgenannter unter den ganzen Profis wieder einmal eine hervorragende Leistung abrief, absolvierte Zwirnmann seinen ersten Olympischen Triathlon und gewann auf Anhieb die Juniorenwertung.
Etwa 2000 Triathleten gingen auf der Halbdistanz über eine Schwimmstrecke von 1,9 Kilometer, eine Radetappe von 90 Kilometer sowie einem Halbmarathonlauf (21 Kilometer) an den Start. Im Nordwesten von Baden-Württemberg waren im „Land der 1000 Hügel“ neben den letztjährigen Hawaii-Zweiten Andreas Raelert und Sebastian Kienle, dem Sieger des Siegerland-Cups in Buschütten, auch die beiden Nordhäuser Ulrich Konschak und Nicky Ehrlich mit von der Partie. Vor allem Konschak wusste zu überzeugen. Bei Temperaturen von 25 Grad und einem insgesamt schwülen Wetter meisterte er das Schwimmen in sehr guten 26:30 Minuten. Auch das Radfahren war mit einem Schnitt von etwa 36 Kilometer pro Stunde gut, wobei Konschak wegen Draftings eine Zeitstrafe von vier Minuten hinnehmen musste. „Ich bekam sie am Berg bei 8 Prozent Steigung und 17 km/h. Bei ca. acht Meter Abstand hatte ich da meiner Meinung nach keinen Vorteil mehr“, schildert Konschak die Situation. Durch die Zeitstrafe verpasste er den angestrebten Sprung unter die besten 20. Nach dem bergigen Radabschnitt mit mehr als 1000 Höhenmetern startete er von Platz 50 aus noch einmal eine Aufholjagd. Ein starker Halbmarathon von 1:18:45 Stunden ermöglichte so den Sprung nach vorne auf den 27. Rang. Nicky Ehrlich meisterte den Wettkampf in 05:44:16 Stunden als 965. In seiner Altersklasse bedeutete das für ihn Platz 188. Neben Konschak lief mit Hans Zwirnmann ein weiterer Nordhäuser Starter in die vorderen Ränge. Auf der Olympischen Distanz belegte er bei seinem Debüt auf dieser Wettkampfstrecke den 37. Platz in einer Gesamtzeit von 02:23:59 Stunden und gewann somit die Juniorenwertung. Dabei wurde der Start auf dieser Distanz noch einmal um einer Stunde nach hinten verschoben, da ein auftretendes Gewitter eine planmäßige Austragung hier nicht möglich machte. „Das Rennen lief für mich super. Das Schwimmen war in 22:01 Minuten klasse, auch Radfahren und Laufen waren gut. Ich war sehr zufrieden“, so Zwirnmanns Fazit nach dem Wettkampf. In seinem weiteren Terminkalender steht in der aktuellen Saison neben einigen Sprintrennen auch noch ein weiterer Triathlon über die Olympische Distanz in Leipzig.
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Scheunenhoftriathlon 2011

Seriensieger schlägt wieder zu

 

Scheunenhof-Triathlon: Ritter gelingt vierter Sieg / Lindner nach Energieleistung belohnt

 

Nadja Lindner (IFB Tri-Team ATS Kulmbach) und Christian Ritter (Triathlon Team Mitteldeutschland) heißen die Sieger des 9. Scheunenhof-Triathlon um den Sparkassen Cup. Die Thüringer Meisterschaft gewannen Anita Marquart (HSV Weimar Triathlon) sowie Lars Erik Fricke (AC Apolda). Für Ritter war es bereits der vierte Erfolg in Serie, bei dem er aber wie schon im letzten Jahr windigen Bedingungen trotzen musste und die Entscheidung erst auf der Laufstrecke fiel.

 

Das Schwimmen verlief noch optimal für Top Favorit Christian Ritter. Nach 26:48 Minuten verließ er als Führender die Nordhäuser Kießgewässer und nahm als Erster die 90 Kilometer lange Radstrecke in Angriff. Doch es sollte keinesfalls ein einseitiges Rennen werden: Der Thüringer Lars Erik Fricke, im letzten Jahr unter den Top 100 beim Ironman auf Hawaii, übernahm die Führung und auch der Sachse Markus Liebelt, welcher immerhin den diesjährigen Kyffhäuser Bergtriathlon gewann, zog an Christian Ritter vorbei. Beide besaßen nach ca. 60 Kilometern 20 Sekunden Vorsprung auf Christian Ritter. Bis zum zweiten Wechsel setzte sich Liebelt nach einer schnelleren Schlussrunde noch 30 Sekunden gegenüber Fricke ab. Ritter lag hingegen bereits über zwei Minuten zurück. „Ich wusste, dass ich diesen Abstand noch zulaufen kann“, so der zuletzt dreifache Sieger. Der Thüringer Fricke lief in der ersten von insgesamt vier zu absolvierenden Laufrunden an die Spitze, überpacte aber und musste sich im Kampf mit Ritter und Liebelt mit Platz drei zufrieden geben. Blieb also noch die Frage, wer sich am Ende den Sieg sichern sollte. Liebelt währte sich nach Kräften, sodass das Rennen bis zur letzten Runde offen blieb. Doch dann besaß Ritter die bessere Standfähigkeit und gewann zum vierten Mal in Serie mit 31 Sekunden Vorsprung den großen Scheunenhof-Triathlon. Thüringer Meister darf sich nun Lars Erik Fricke nennen. „Dieser Titel bedeutet mir sehr viel. Bereits über die Olympische Distanz konnte ich ihn mir in diesem Jahr sichern, nun auch über die Mitteldistanz“, zog der für den AC Apolda startende Lehramtsanwärter ein positives Fazit. Im Damenrennen setzte sich die aus dem bayerischen Kulmbach angereiste Nadja Lindner durch. Noch nach dem Schwimmen lag sie knapp fünf Minuten hinter Anita Marquart, die in diesem Jahr Altersklassen-Zweite beim Ironman Regensburg wurde, aber aufgrund der kurzen Pause noch nicht komplett erholt war. Daher gelang es auch Lindner auf dem Radabschnitt die Führung zu übernehmen und sie auf dem abschließenden Halbmarathon zu verteidigen. Nach 4:52:26 Stunden stürzte sie total ausgepowert in das Ziel und musste sich von Rettungskräften behandeln lassen und wurde vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert. Alle Verantwortlichen hoffen, dass sie sich schnell wieder erholt und im nächsten Jahr wieder den Weg in den Südharz findet. Zweite mit knapp acht Minuten Abstand wurde Anita Marquart. Die für den HSV Weimar startende Athletin sicherte sich vor ihrer Teamkollegin Sarah-Alicia Kraus so auch den Sieg in der Thüringer Meisterschaften. Im Sprintwettkampf holte der Bielefelder Max Ludwig Platz eins vor Markus Weinmann (Tria Echterdingen) und Gernot Poerner. Im Damenbereich war Tina Hanbold (Trias Hildesheim) nicht zu schlagen. Hervorragende Zweite wurde Dank der besseren Radzeit als die Drittplatzierte Jenaerin Michelle Zipfer die Nordhäuserin Luise Herbst nach 1:11:13 Stunden. Auch Johanna Schreiber (7.) und Hans Zwirnmann (8.) liefen von den heimischen Startern unter die Top Ten und lieferten gute Leistungen ab.