Seriensieger schlägt wieder zu
Scheunenhof-Triathlon: Ritter gelingt vierter Sieg / Lindner nach Energieleistung belohnt
Nadja Lindner (IFB Tri-Team ATS Kulmbach) und Christian Ritter (Triathlon Team Mitteldeutschland) heißen die Sieger des 9. Scheunenhof-Triathlon um den Sparkassen Cup. Die Thüringer Meisterschaft gewannen Anita Marquart (HSV Weimar Triathlon) sowie Lars Erik Fricke (AC Apolda). Für Ritter war es bereits der vierte Erfolg in Serie, bei dem er aber wie schon im letzten Jahr windigen Bedingungen trotzen musste und die Entscheidung erst auf der Laufstrecke fiel.
Das Schwimmen verlief noch optimal für Top Favorit Christian Ritter. Nach 26:48 Minuten verließ er als Führender die Nordhäuser Kießgewässer und nahm als Erster die 90 Kilometer lange Radstrecke in Angriff. Doch es sollte keinesfalls ein einseitiges Rennen werden: Der Thüringer Lars Erik Fricke, im letzten Jahr unter den Top 100 beim Ironman auf Hawaii, übernahm die Führung und auch der Sachse Markus Liebelt, welcher immerhin den diesjährigen Kyffhäuser Bergtriathlon gewann, zog an Christian Ritter vorbei. Beide besaßen nach ca. 60 Kilometern 20 Sekunden Vorsprung auf Christian Ritter. Bis zum zweiten Wechsel setzte sich Liebelt nach einer schnelleren Schlussrunde noch 30 Sekunden gegenüber Fricke ab. Ritter lag hingegen bereits über zwei Minuten zurück. „Ich wusste, dass ich diesen Abstand noch zulaufen kann“, so der zuletzt dreifache Sieger. Der Thüringer Fricke lief in der ersten von insgesamt vier zu absolvierenden Laufrunden an die Spitze, überpacte aber und musste sich im Kampf mit Ritter und Liebelt mit Platz drei zufrieden geben. Blieb also noch die Frage, wer sich am Ende den Sieg sichern sollte. Liebelt währte sich nach Kräften, sodass das Rennen bis zur letzten Runde offen blieb. Doch dann besaß Ritter die bessere Standfähigkeit und gewann zum vierten Mal in Serie mit 31 Sekunden Vorsprung den großen Scheunenhof-Triathlon. Thüringer Meister darf sich nun Lars Erik Fricke nennen. „Dieser Titel bedeutet mir sehr viel. Bereits über die Olympische Distanz konnte ich ihn mir in diesem Jahr sichern, nun auch über die Mitteldistanz“, zog der für den AC Apolda startende Lehramtsanwärter ein positives Fazit. Im Damenrennen setzte sich die aus dem bayerischen Kulmbach angereiste Nadja Lindner durch. Noch nach dem Schwimmen lag sie knapp fünf Minuten hinter Anita Marquart, die in diesem Jahr Altersklassen-Zweite beim Ironman Regensburg wurde, aber aufgrund der kurzen Pause noch nicht komplett erholt war. Daher gelang es auch Lindner auf dem Radabschnitt die Führung zu übernehmen und sie auf dem abschließenden Halbmarathon zu verteidigen. Nach 4:52:26 Stunden stürzte sie total ausgepowert in das Ziel und musste sich von Rettungskräften behandeln lassen und wurde vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert. Alle Verantwortlichen hoffen, dass sie sich schnell wieder erholt und im nächsten Jahr wieder den Weg in den Südharz findet. Zweite mit knapp acht Minuten Abstand wurde Anita Marquart. Die für den HSV Weimar startende Athletin sicherte sich vor ihrer Teamkollegin Sarah-Alicia Kraus so auch den Sieg in der Thüringer Meisterschaften. Im Sprintwettkampf holte der Bielefelder Max Ludwig Platz eins vor Markus Weinmann (Tria Echterdingen) und Gernot Poerner. Im Damenbereich war Tina Hanbold (Trias Hildesheim) nicht zu schlagen. Hervorragende Zweite wurde Dank der besseren Radzeit als die Drittplatzierte Jenaerin Michelle Zipfer die Nordhäuserin Luise Herbst nach 1:11:13 Stunden. Auch Johanna Schreiber (7.) und Hans Zwirnmann (8.) liefen von den heimischen Startern unter die Top Ten und lieferten gute Leistungen ab.