Duathlon Worbis 29.04.2007

WORBIS (tg). Nach dem Duathlon-Landesmeistertitel durch die Nordhäuser Triathletin Katja Konschak zum Saisoneinstieg kam es für weitere Triathleten vom Schwimmverein Nordhausen ´90 zu einer ersten Standortbestimmung in diesem Jahr beim 3. Worbiser Duathlon. Da auch der Triathlon-Nachwuchs zum Einsatz kommen sollte, reisten die Triathleten des SVN 90 mit einer 15-köpfigen Streitmacht nach Worbis. Bei den Schülern C (Jg. 98/99) gab es über die Strecke 400 Meter Laufen, 2,5 Kilometer Radfahren und nochmals 400 Meter Laufen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Elias Busch (SVN ´90) und Samuel Maly (LTV Erfurt), wobei sich Elias am Ende mit einer Zeit von 10:10 Minuten dem Erfurter (10:00 min) nur knapp geschlagen geben musste und in einem stark besetzten Teilnehmerfeld Rang zwei belegte.


Josefine Müller (SVN ´90) zeigte mit einem dritten Platz bei den Schülerinnen B (Jg. 96/97) über die Distanz 800 Meter Laufen, 5 km Radfahren und 400 Meter Laufen, dass sie Gene von Vater Hans-Peter Müller geerbt hat. Sie benötigte für diese Strecke 18:42 Minuten. In der Altersklasse Jugend B (Jg. 92/93) gelang mit Johann Reinhardt einem weiteren Nordhäuser mit dem dritten Rang eine Platzierung auf dem Treppchen (Strecke 2/10/1 km; Zeit 41:27 min).


Bei den Erwachsenen entwickelte sich in der Damenkonkurrenz ein spannendes Rennen zwischen Kerstin Springer vom LTV Erfurt und der Nordhäuser Triathletin Ann-Katrin Sourell, die den Nachwuchsschuhen endgültig entwachsen zu sein scheint. Die erfahrene Erfurter Triathletin setzte sich über 5 km Laufen, 20 km Radfahren und 2,5 km Laufen mit einer Endzeit von 1:07:09 h gegen Ann-Katrin Sourell durch, die mit ihrer Zeit von 1:08:32 h der Siegerin einiges abverlangte.


Über die gleiche Distanz hatten die Nordhäuser Triathleten bei den Männern mit der Gesamtentscheidung nichts zu tun. Hier waren in erster Linie die Einzelplatzierungen in den Altersklassen bedeutsam. Reinhardt Seyer benötigte 1:08:07 h und belegte damit in der AK M 35 den dritten Platz. Ein tolles Ergebnis konnte auch Hans-Jürgen Fischer in der AK M 55 verbuchen. Er belegte mit einer Gesamtzeit von 1:13:26 h den zweiten Platz und düpierte somit einige andere jüngere Vereinskollegen. Ebenfalls für den SVN `90 war Jens Liebold am Start, der sich in der Vorbereitung für den am 3. Juni stattfindenden Halb-Ironman in Zürich befindet. Obwohl die Strecken- und Trainingsanforderungen im Vergleich zu einer durch hohe Intensität gekennzeichnete Sprintdistanz verschiedener nicht sein können, erreichte Liebold in 1:12:33 h ein passables Ergebnis.


Pech indes hatte Hans-Peter Müller, der infolge eines Fahrfehlers auf der Radstrecke disqualifiziert wurde. Er lag im Gesamtklassement der Männer nach dem ersten Laufteil aussichtsreich auf Platz 5 und hatte sich auf der Radstrecke sogar auf Platz 3 vorgearbeitet. Es wäre sicherlich ein Platz unter den ersten drei möglich gewesen. So muss er als Trost mitnehmen, dass er sich für den ebenfalls für ihn anstehenden Halb-Ironman in Zürich in hervorragender Form befindet.

Ironman Haweii 13.10.2007

Was für ein Tag ! Das fünfte Mal sind wir hier auf Hawaii, doch so ein heißes (temperaturmäßig) Rennen haben wir hier noch nicht erlebt. War es im letzten Jahr vergleichsmäßig bewölkt und angenehm, hat gestern die Hitze erbarmungslos zugeschlagen und einige Opfer gefordert. Unter anderem auch Katja.

Katjas Rennbericht: Erstmals bei den Profis am Start, gelang es ihr als 6te aus dem Wasser zu steigen, als beste Europäerin. Natürlich war klar, dass sie das nicht halten kann. Doch auch auf dem Rad erwischte sie einen guten Tag, fuhr einen knappen 32er Schnitt an einem nicht windstillen Tag. Kurz hinter einigen Favoriten beendete sie die 2.Disziplin, endlich hatte es mal geklappt und sie konnte die Trainingsresultate im Wettkampf abrufen. Frohen Mutes und mit gewohnter Angriffslust ging sie nun ihre eigentlich Stärke an, den abschließenden Lauf. Doch offenbar hatte sie unter der Hitze mehr gelitten als geglaubt. Die Nahrung blieb nicht mehr im Magen, Schwindel und sonst noch alles, was nicht gerade einer guten Leistung zuträglich ist, machten ihr das Leben schwer. Eine 3:50h im abschließenden Marathon und Gesamtplatz 54 bei den Frauen ist natürlich nicht das, was sie sich erträumt hatte. Doch es war ihr erster Start bei der WM als Profi, ein Rennen zum Lernen und bestimmt nicht ihr letztes auf Hawaii.

Leipziger Triathlon 22.07.2007

LEIPZIG. Paukenschläge setzten sieben Südharzer Ausdauer-Asse in Leipzig. Eine Dame und fünf Herren aus zwei Vereinen hatten die olympische Distanz mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und abschließendem 10-Kilometer-Lauf gut gemeistert. Komplettiert wurde die Südharzer Streitmacht durch Frederike Friedrich, die im Kindertriathlon ihre Wettkampfpremiere bestritt.

Für die Elfjährige wurde es eine Premiere mit vielen Vorhängen. Insider kennen das Talent als sechsfache Goldsiegerin der diesjährigen Kreisjugendspiele im Schwimmen. Am Kulkwitzer See zeigte Frederike nach 150 Metern Schwimmen, drei Kilometern Radfahren und einem Kilometer Laufen allen 41 Konkurrentinnen und Konkurrenten von acht bis 15 Jahren die Hacken. In 18 Minuten und acht Sekunden war sie um genau zwei Sekunden schneller im Ziel als der 15-jährige Sieger der Jungenklasse, Robert Kuschel (TSG Markkleeberg).
Ein glänzender Umstieg von der Jugend- in die Damenklasse W 20 gelange Ann-Kathrin Sourell. Die Sportlerin des Jahres aus dem Landkreis Nordhausen eroberte im Feld der 38 Damen auf der olympischen Distanz den fünften Rang. In der separaten Altersklassenwertung kletterte Ann-Kathrin Sourell mit toller Leistungssteigerung nach zwei Stunden, 26 Minuten, 17 Sekunden und 59 Hundertstelsekunden aufs Bronzetreppchen. Gegenüber ihrem Jugend-Cup-Sieg vor zwölf Monaten hatte sich die Nordhäuserin dabei um mehr als vier Minuten verbessert. Auf dem Radkurs (1:14:48,33 h) und im 10-Kilometer-Lauf war sie jeweils zweitschnellste Dame. Das 1,5-Kilometer-Schwimmen zum Auftakt hatte sie als Sechste in 28:02,06 Minuten gemeistert.
Den Medaillensatz für den SV 90 komplettierte in zwei Stunden, 55 Minuten, 12 Sekunden und 50 Hundertstelsekunden Hermann Richter in der lizenzfreien Kategorie mit Silber in der Altersklasse über 55 Jahre. Der Oldie zeigte im Schwimmen (25:42,32 min) alte Klasse. Beim Radfahren (1:31:18,19h) und im 10-Kilometer-Lauf (55:25,63 min) konnte er tollen Trainingsfleiß unterstreichen.
In der gleichen Kategorie eroberte Uwe Kramer vom VfL Ellrich in zwei Stunden, 35 Minuten, zwei Sekunden und 57 Hundertstelsekunden den 14. Rang in der Altersklasse M 40.
Bei den Lizenz-Startern erkämpfte sich Uwe Toischer in zwei Stunden, 28 Minuten, sechs Sekunden und 52 Hundertstelsekunden mit Rang 10 einen Platz unter den Top Ten der Männerklasse M 35. Vier Minuten später eilte Vereinskamerad Reinhard Seyer (beide SV 90) nach zwei Stunden, 32 Minuten, 17 Sekunden und elf Hundertstelsekunden als 15. ins Ziel.

Richard MÜLLER

Ironman Lake Placid 22.07.2007

LAKE PLACID. Toller Erfolg für Katja und Ulrich Konschak: Mit vorderen Platzierungen beim Ironman-Triathlon in Lake Placid qualifizierten sich die Nordhäuser für den diesjährigen Ironman auf Hawaii.

Wer beim Ironman der Triathleten im Oktober auf Haiwaii starten will, muss sich zuvor bei weltweit renommierten Rennen qualifizieren. Die Nordhäuser Asse Katja und Ulrich Konschak hatten die amerikanische Sportmetropole Lake Placid als Qualifikations-Station ausgewählt. In der Stadt der Olympischen Winterspiele von 1932 und 1980 standen insgesamt 80 Hawaii-Startplätze zur Disposition. Acht davon waren für das Profi-Damen-Rennen reserviert. 72 Hawaii-Tickets standen für die Amateure der verschiedenen Alterskategorien bei Damen und Herren bereit. Mit 2200 Startern bauten sich für die beiden Nordhäuser gewaltige Hürden auf dem Weg zum Mekka der Triathleten auf. In den drei Wettkampfabschnitten mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen meisterten Katja in zehn Stunden, 38 Minuten und vier Sekunden sowie Ulrich in neun Stunden, 42 Minuten und 51 Sekunden alle Prüfungen mit Bravour und qualifizierten sich damit für den Ironman Hawaii.

Im Rennen der Damen-Profis kam Katja nach 51 Minuten gemeinsam mit der Tschechin Tereza Macel in Führung liegend aus dem Wasser. Auf der Radstrecke galten 2000 Höhenmeter als besonderer Scharfrichter. In sechs Stunden und zwei Minuten auf den bergigen 180 Kilometern erfüllte sie die selbst gesteckte Zielvorgabe. Noch vor dem letzten Wechsel auf den Laufabschnitt hatte die Hawaii-Achte des vergangenen Jahres, Belinda Granger (Australien), die Führung übernommen und verteidigte diese in 9:40:20 Stunden bis ins Ziel erfolgreich. Katja stieg als Dreizehnte vom Rad. In ihrer stärksten Disziplin, dem Laufen, hatte sie diesmal einige Probleme. Auf den letzten zehn Kilometern mobilisierte sie alle Reserven. Zwei Konkurrentinnen konnte sie noch überholen. Nach drei Stunden und 38 Minuten war auch der Marathon gemeistert und das Rennen auf Rang elf beendet. Nun begann das Rechnen. Tagessiegerin Granger war aufgrund des vorjährigen Top-Ten-Platzes bereits für Hawaii qualifiziert. Zwei weitere Athletinnen nahmen ihr Startrecht nicht wahr. Somit hat sich die Nordhäuserin doch noch für die Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifiziert. Nach zwei Amateurstarts 2003 und 2004 und dem jeweiligen Vizeweltmeistertitel in der Altersklasse wird sie diesmal bei der Weltelite am Start sein. Erstmals wird Thüringen damit in der Profikategorie sowohl bei den Männern als auch bei den Damen auf Hawaii vertreten sein.
Im Rennen der Amateure mischte Ulrich Konschak auf allen Teilabschnitten sehr gut mit. Für die Schwimmstrecke benötigte er 55 Minuten. Als 30. kam er aus dem Wasser. Nach fünf Stunden und 32 Minuten stieg er als 35. vom Rad. Mit fulminanter Aufholjagd im Marathonlauf in glänzenden drei Stunden und sechs Minuten arbeitete sich Ulrich noch auf den sechsten Rang der Gesamtwertung nach vorn.
Das Tüpfelchen auf einen tollen Wettkampf setzte der Nordhäuser mit seinem ersten Altersklassensieg in der Kategorie 35 bis 39 Jahre bei einem Ironman. Optimistisch blickt der Mediziner seinem vierten Start auf Hawaii entgegen. Vor zwölf Monaten hatte er den 98. Platz mit nach Hause gebracht.

Richard MÜLLER

Ironman 70.3 Switzerland

RAPPERSWIL. 1200 Athleten aus 29 Nationen gingen beim zum ersten Mal ausgetragenen "Ironman 70.3 Switzerland" in Rapperswil/Jona (bei Zürich) an den Start. Unter ihnen auch sieben Triathleten aus Nordhausen.

"Halb-Ironman" heißt halbe Triathlon-Langdistanz, also 1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und 21,1 Kilometer laufen. Für vier der angereisten Nordhäuser Sportler bedeutete die anstehende gut fünfstündige Ausdauerbelastung eine Premiere. Die Ungewissheit über den Wettkampfverlauf war trotz intensiver Trainingsvorbereitung und der für einen zusätzlichen Adrenalinschub sorgenden rund 30 000 Zuschauer groß - alle Nordhäuser kehrten jedoch mit durchaus respektablen Leistungen zurück.

Zunächst legte Katja Konschak (SVN ´90) vor. Der im Profifeld startenden Nordhäuser Triathletin gelang mit dem Sprung unter die Top Ten der Frauen ein phänomenales Ergebnis. Dabei stieg sie mit der bis dato führenden und späteren Siegerin, der Schweizerin Nicola Spirig, als Zweite fast gleichzeitig aus dem Wasser. Die herausragende Leistung von Katja Konschak wird umso deutlicher, da die spätere Zweitplatzierte, die Schweizerin Karin Thürig, zu diesem Zeitpunkt noch auf Platz 12 mit einem Rückstand von über sieben Minuten auf Konschak lag. Dass diese nicht nur im Schwimmen mit den weltbesten Triathleten mithalten kann, zeigte ihre ebenfalls zweitbeste Laufleistung über den abschließenden Halbmarathon. So war der zehnte Platz bei den Frauen in der Gesamtzeit von 4:39,11 Stunden gerechter Lohn für eine tolle Darbietung beim Halb-Ironman in der Schweiz.
Als zweite Nordhäuser Frau ging Ann-Kathrin Sourell (ebenfalls SVN ´90) an den Start und belegte einen sensationellen dritten Platz in ihrer Altersklasse 18 bis 24 Jahre. Ihre Zeit von 5:04,06 Stunden bedeutete in der Gesamtwertung Platz 34. Die über längere Triathlon-Distanzen erfahrenen Nordhäuser Athleten Ulrich Konschak und Michael Schorcht waren ebenfalls mit von der Partie. Ulrich Konschak wurde in der Gesamtzeit von 4:18,54 Stunden 38. und belegte damit in der Altersklasse M 35 den fünften Platz. Ebenfalls in bester Verfassung präsentierte sich Michael Schorcht, der in der Zeit von 4:31,16 Stunden den 92. Gesamtplatz belegte, gleichbedeutend mit Rang 24 in der Altersklasse M 35.
Die Halbdistanz-Neulinge Hans-Peter Müller, Nicky Ehrlich und Jens Liebold (alle SVN ´90) präsentierten sich ebenfalls mit Gesamtzeiten um die Fünf-Stunden-Marke in bester Verfassung. Das lange und entbehrungsreiche Training für diese anspruchsvolle Distanz sollte sich für alle drei auszahlen.
Hans-Peter Müller blieb mit 4 Stunden, 59 Minuten und 36 Sekunden ganz knapp unter der 5-Stunden-Marke. In der Altersklasse M 35 bedeutete dies für ihn den 69. Gesamtrang. Nicky Ehrlich bestach durch sehr gute Zwischenzeiten auf der Schwimm- und Radstrecke, musste jedoch dann dem hohen Tempo auf der Laufstrecke Tribut zollen und kämpfte sich gleichwohl mit einer respektablen Gesamtzeit von 5:19:19 Stunden als 65. in der Altersklasse M 25 ins Ziel.
Eine Topleistung bot auch Jens Liebold, der erst seit zweieinhalb Jahren Triathlon betreibt. Durch seine gute Vorbereitung lieferte er einen sehr ausgeglichenen Wettkampf ohne größere Schwächen ab und bewies damit, dass man mit konsequentem Training sehr weit kommen kann. Er benötigte für die Gesamtstrecke eine Zeit von 5 Stunden, 36 Minuten und 25 Sekunden. Dies bedeutete in der Altersklasse M 35 den 171. Rang.
Toralf GRAFE

Citytriathlon Amberg 05.05.2007

Wochenlang schien die Sonne, der April war so warm wie sonst der Juni und die Waldwege waren so trocken, dass man beim Training dachte, auf Asphalt zu laufen. Ausgerechnet an dem Tag, an dem Triathlon-Saisonauftakt von Katja und Ulrich Konschak geplant war, fing es im bayrischen Amberg an zu regnen und die Temperaturen sanken auf teilweise 11 Grad.

Das Schwimmen war mit geschätzten 24 Grad Wassertemperatur noch am angenehmsten. Auf der 45 km Radstrecke ging es teils schwimmenderweise ordentlich zur Sache und ich hielt meine Platzierung etwa. Beim Lauf durch die Amberger Altstadt konnte ich dann noch einige Konkurrenten überholen und landete schließlich auf Platz 15. Leider war der Laufkurs mit meinerseits geschätzten 8 km etwas kurz geraten. Das Rennen war sehr ordentlich mit einigen Bundesligastartern besetzt, so daß ich mit diesem Resultat durchaus leben kann. Vor allem die Laufleistung stimmte mich wieder zuversichtlich, nachdem ich gerade da in Jena einige Schwierigkeiten hatte. Es gibt noch Verbesserungsbedarf in einigen Details bis zum Ironman 70.3 in Rapperswil, aber der Weg stimmt.
Katja konnte als Erste aus dem Wasser steigen und hatte auf dem Rad arg mit der Kälte zu kämpfen. Auf dem Rad wurde sie von Christine Waitz und Heike Funk überholt, letztere schied später mit Panne aus. Katja konnte beim Laufen noch etwas Zeit gutmachen und wurde mit 20 sec. Rückstand Zweite hinter Christine Waitz. Auch Katjas Formkurve zeigt langsam aber sicher nach oben und in den verbleibenden 3 1/2 Wochen wird der Feinschliff ein Übriges tun.

Ansonsten war der Amberger Citytriathlon, von einigen Ungereimtheiten abgesehen, eine gelungene Veranstaltung. Sollte das Wetter auch noch stimmen, ist ein Trip nach Amberg sehr zu empfehlen.

U.Konschak

Jenaer Duathlon 22.04.2007

Siegreicher Saisontest

Katja Konschak wird Landesmeisterin beim 19. Jenaer Duathlon / Elias Busch auf Platz drei.

JENA. Eine gute Form bewies die Nordhäuser Triathletin Katja Konschak beim 19. Jenaer Duathlon, der über 10 km Laufen, 40 km Radfahren sowie nochmals 5 km Laufen als Thüringer Landesmeisterschaft ausgeschrieben war. Bei diesem relativ zeitig in der Saison stattfindenden Wettkampf präsentierte sich Konschak mit einem unangefochtenen Start-Ziel-Sieg, wobei die engen Zeitabstände zwischen den Platzierungen für ein insgesamt gut besetztes Starterfeld sprachen. Katja Konschak, die die ersten zehn Laufkilometer in einer überragenden Zeit von 40 Minuten absolvierte und somit als Erste auf den zweiten Teil, die Radstrecke, wechselte, ließ in den folgenden zwei Wettkampfteilen nichts mehr anbrennen und gewann in einer Gesamtzeit von zwei Stunden und elf Minuten. Sie wurde damit Thüringer Landesmeisterin im Duathlon vor Judith Lotz (Triathlon Jena, 2:11:57 h) und Lilli Schneider (DJK Triathlon Andernach, 2:12:11 h).
Einer starken Konkurrenz musste sich Katjas Ehemann Ulrich Konschak erwehren. In der Gesamtwertung belegte er bei den Männern den achten Platz, in seiner Altersklasse M 35 den dritten Rang mit einer Gesamtzeit von einer Stunde, 58 Minuten und einer Sekunde. Für den ersten Laufteil benötigte Konschak 36:17 min, was zu diesem Zeitpunkt noch Platz 5 bedeutete. Mit dieser Zeit lag er vor den späteren, aus dem Profibereich stammenden Siegern Hubert Hammerl (Triathlon Jena) und Enriko Knobloch vom TSV Eisenberg. Auf den folgenden Abschnitten fiel Konschak dann jedoch zurück.
Als Nordhäuser Nachwuchstriathlet ließ insbesondere Elias Busch (SVN 90) mit seinem Ergebnis über 400 Meter Laufen, 2,5 km Radfahren und 400 Meter Laufen aufhorchen. Mit einer Zeit von 11:12 min war er lediglich zehn Sekunden langsamer als der Erstplatzierte und belegte den dritten Gesamtplatz in der Schülerkategorie C (Jg. 98/99). Besondere Beachtung verdient dieses Ergebnis, da hier immerhin 20 Schüler am Start waren.
Timea Busch vom SVN 90 benötigte bei den Schülerinnen D (Jg. 00/01) für die gleiche Strecke 17:45 min und belegte damit den vierten Platz. Johanna Mohs wartete bei den Schülerinnen B (Jg. 96/97) über die Distanz 800 Meter Laufen, 5 km Radfahren und 400 Meter Laufen mit dem 10. Platz in einer Zeit von 25:38 min auf, während ihre Schwester Magdalena bei den Schülerinnen A (Jg. 94/95) über 2/10/0,8 km in einer Zeit von 40:26 min den fünften Platz belegte.
Auf die Saisonentwicklung darf man somit sowohl im Erwachsenen- als auch im Nachwuchsbereich bei den Nordhäuser Triathleten gespannt sein. Für diese wird morgen eine erste Standortbestimmung beim 3. Worbiser Duathlon erfolgen. Einigen Triathleten steht zudem mit der Teilnahme am Züricher Halb-Ironman am 3. Juni ein besonderer Höhepunkt bevor. Dort wird sich dann zeigen, ob das fleißige Trainieren der vergangenen Wochen auch für gute Ergebnisse im Wettkampf sorgt.

Toralf Grafe

Silvesterlauf in Ellrich 31.12.2006

Ellrich war ein guter Silvesterlauf-Gastgeber

ELLRICH. Gute Leistungen und Bewegungsfreude machten auch den letzten Wettkampf des Kalenderjahres 2006 in Ellrich zu einem Erlebnis. Fast 100 Starter hatten die Einladung des VfL Ellrich als Alternative für den kurzfristig abgesagten Nordhäuser Silvesterlauf angenommen.
Das Gros der Teilnehmer stellte der Gastgeber mit seinen Laufrecken aus Ellrich, Walkenried, Bad Sachsa und Bad Lauterberg. Der Landkreis war mit dem Triathlon-Nachwuchs des Schwimmvereines, Lauf-Assen des LV Altstadt und zahlreichen Freizeit-Rennern vertreten. Alle genossen die Ellricher Gastfreundschaft trotz Nieselregens und matschigen Kursen. Auch ohne Altersklassenteilung und Startnummer gingen die Nachwuchsathleten auf beiden Wettkampfkursen mit Start und Ziel auf dem Ellricher Sportplatz konzentriert zur Sache. Nur dabei sein, ohne Wetteifern um Platzierungen, schien für die unter 15-jährigen Mädchen und Jungen kein Motto. Von den 23 Strategen auf der 1,5-Kilometer-Schleife war die zehnjährige Triathletin Johanna Mohs nach knapp sechs Minuten als Erste wieder im Ziel. Im Finish um die weiteren Podestplätze hatte der Ellricher Grundschüler Max Triftshäuser knapp vor der elfjährigen Sophia Rambow (SVN-Triathlon) die Nase vorn. Alle Aktiven wurden bereits beim Zieleinlauf mit Urkunden belohnt. Mit Franziska Daniel vom LV Altstadt gab es auf dem 5,3-Kilometer-Kurs einen Favoritensieg. Die 13-jährige Landesmeisterin und Siegerin des Nordhäuser Citylaufes unterbot mit 25 Minuten und 59 Sekunden als einzige Starterin die 26-Minuten-Marke. Christoph Hohlzhauer (Sülzhayn; 27:47 Minuten), Hans-Jürgen Hausemann (Bad Sachsa, 27:48 min), sowie Julia Müller und Florian Stalke (beide Altstadt; 28:06 min) eroberten in der 25-köpfigen Konkurrenz die weiteren Spitzenplätze. Eine Route bis zum Pfaffenberg und zurück über sechs Kilometer meisterten die Krankenschwestern Ina Ruske, Christel Bevert und die Verkäuferin Annett Kalbitz im Nordic Walking mit Bravour.
Als Jahresausklang ohne Zeitnahme und Klassifikation hatten sich die 44 Läuferinnen und Läufer den Hauptlauf über 13,5 Kilometer vorgenommen. Ihre Meriten hatten die Asse, darunter mit Marie-Helen Prenzel und Karl-Ernst Wernecke die Sieger des Thüringer Klassiker-Cups, sowie Marathon-Landesrekordhalter Heinz Hartmann oder Hartmut Holzhause als Streckenchef bisheriger Nordhäuser Silvesterläufe im Jahresverlauf bereits reichlich verdient. Auf eine sportliche Herausforderung wollte Christian König aus Gudersleben jedoch auch bei der letzten Prüfung des Jahres nicht verzichten. Die Strecke bis zur Wendel-Eiche auf über 600 Meter Höhe und zurück zum Sportplatz bewältigte der 19-Jährige in einer Stunde und 23 Minuten. Als erste Läuferin war Daniela Prenzel wieder im Ziel. Nach dem Duschen rundete eine gemütliche Runde im schmucken Ellricher Sportlerheim die sportliche Einstimmung auf die abendliche Silvester-Fete ab.

Richard Müller, Thüringer Allgemeine - 01.01.2007

Silversterlauf Erfurt 31.12.2007

Fünf Südharzer Podestplätze bei Silvesterlauf in Erfurt
Katja und Uli Konschak sowie Ann-Kathrin Sourell überzeugen beim 33. Erfurter Silvesterlauf.



ERFURT (rm). Beim letzten Wettlauf des Jahres testeten die Triathleten vom Nordhäuser Schwimmverein Form und Trainingszustand vor dem Start ins neue Jahr. Zehn Youngster konnten mit Lauftrainer Uwe Toischer beim Ellricher Silvesterlauf überzeugen. Durch Johanna Mohs und Sophia Rambow platzierten sie sich im 1,5-Kilometer-Rennen auch zweimal auf dem Siegertreppchen.
Die Asse des Vereines suchten mit gleicher Zielstellung die Herausforderung beim 33. Silvesterlauf in der Landeshauptstadt. Die Zehn-Kilometer-Distanz hatte das Spitzentrio Katja und Uli Konschak, Anne-Kathrin Sourell (alle SVN 90) zusammen mit dem Lauf-Altmeister Erich Westermann von der Harzer Sportgemeinschaft als Teststrecke ausgewählt. Die Bilanz mit fünf Podestplätzen - einmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze - sowie zwei Kreisrekorden ist erstklassig. Der 35-jährige Ulrich Konschak war Schnellster der Altersklasse 30 bis 39 Jahre. Seine 35 Minuten und 22 Sekunden wurden ausschließlich von Laufspezialisten aus Thüringer und Anhaltinischen Leistungszentren zwischen 18 und 24 Jahren unterboten. Gesamtsieger wurde Stefan Eberhardt vom Laufclub Erfurt in 31 Minuten und 15 Sekunden. Konschak reihte sich mit Platz zehn unter den Top Ten in der Gesamtwertung ein.
Katja Konschak kam auf gleicher Strecke zweimal auf den Silberplatz. Hinter der 20-jährigen Apoldaer Triathletin Carolin Gläser (36:53 Minuten) eroberte sie in der Gesamtwertung und auch in der Altersklasse bis 29 Jahre den Ehrenplatz. Vor sechs Wochen hatte sie erst wieder mit ernsthaftem Training begonnen. Mit 37 Minuten und 46 Sekunden lief Konschak neue persönliche Bestzeit. Zugleich unterbot sie den von Arne-Ulrike Karnstedt (LV Altstadt) am 28. August 1999 in Rhumspringe erzielten Kreisrekord (41:28 min) deutlich. Das gleiche Doppel schaffte in der ältesten Jugendklasse auch Anne-Kathrin Sourell. Die Triathlon-Landesmeisterin erkämpfte Silber in der A-Jugend. Ihren bei den Landesmeisterschaften im Stra- ßenlaufen am 13. März 2006 in Greiz über zehn Kilometer erzielten Kreisrekord (46:48 min) pulverisierte sie in 44 Minuten und 11 Sekunden um mehr als zwei Minuten.
Der 66-jährige Erich Westermann meisterte den Zehn-Kilometer-Kanten in 46 Minuten und sechs Sekunden. Damit komplettierte der Nordhäuser Altmeister mit dem Bronzetreppchen das fulminante Abschneiden der Nordhäuser beim Erfurter Silvesterlauf.

Richard Müller, Thüringer Allgemeine - 04.01.2007