WORBIS (tg). Nach dem Duathlon-Landesmeistertitel durch die Nordhäuser Triathletin Katja Konschak zum Saisoneinstieg kam es für weitere Triathleten vom Schwimmverein Nordhausen ´90 zu einer ersten Standortbestimmung in diesem Jahr beim 3. Worbiser Duathlon. Da auch der Triathlon-Nachwuchs zum Einsatz kommen sollte, reisten die Triathleten des SVN 90 mit einer 15-köpfigen Streitmacht nach Worbis. Bei den Schülern C (Jg. 98/99) gab es über die Strecke 400 Meter Laufen, 2,5 Kilometer Radfahren und nochmals 400 Meter Laufen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Elias Busch (SVN ´90) und Samuel Maly (LTV Erfurt), wobei sich Elias am Ende mit einer Zeit von 10:10 Minuten dem Erfurter (10:00 min) nur knapp geschlagen geben musste und in einem stark besetzten Teilnehmerfeld Rang zwei belegte.
Josefine Müller
(SVN ´90) zeigte mit einem dritten Platz bei den Schülerinnen B (Jg.
96/97) über die Distanz 800 Meter Laufen, 5 km Radfahren und 400 Meter
Laufen, dass sie Gene von Vater Hans-Peter Müller geerbt hat. Sie
benötigte für diese Strecke 18:42 Minuten. In der Altersklasse Jugend B
(Jg. 92/93) gelang mit Johann Reinhardt einem weiteren Nordhäuser mit
dem dritten Rang eine Platzierung auf dem Treppchen (Strecke 2/10/1 km;
Zeit 41:27 min).
Bei den Erwachsenen entwickelte sich in der
Damenkonkurrenz ein spannendes Rennen zwischen Kerstin Springer vom LTV
Erfurt und der Nordhäuser Triathletin Ann-Katrin Sourell, die den
Nachwuchsschuhen endgültig entwachsen zu sein scheint. Die erfahrene
Erfurter Triathletin setzte sich über 5 km Laufen, 20 km Radfahren und
2,5 km Laufen mit einer Endzeit von 1:07:09 h gegen Ann-Katrin Sourell
durch, die mit ihrer Zeit von 1:08:32 h der Siegerin einiges
abverlangte.
Über die gleiche Distanz hatten die Nordhäuser
Triathleten bei den Männern mit der Gesamtentscheidung nichts zu tun.
Hier waren in erster Linie die Einzelplatzierungen in den Altersklassen
bedeutsam. Reinhardt Seyer benötigte 1:08:07 h und belegte damit in der
AK M 35 den dritten Platz. Ein tolles Ergebnis konnte auch Hans-Jürgen
Fischer in der AK M 55 verbuchen. Er belegte mit einer Gesamtzeit von
1:13:26 h den zweiten Platz und düpierte somit einige andere jüngere
Vereinskollegen. Ebenfalls für den SVN `90 war Jens Liebold am Start,
der sich in der Vorbereitung für den am 3. Juni stattfindenden
Halb-Ironman in Zürich befindet. Obwohl die Strecken- und
Trainingsanforderungen im Vergleich zu einer durch hohe Intensität
gekennzeichnete Sprintdistanz verschiedener nicht sein können, erreichte
Liebold in 1:12:33 h ein passables Ergebnis.
Pech indes hatte
Hans-Peter Müller, der infolge eines Fahrfehlers auf der Radstrecke
disqualifiziert wurde. Er lag im Gesamtklassement der Männer nach dem
ersten Laufteil aussichtsreich auf Platz 5 und hatte sich auf der
Radstrecke sogar auf Platz 3 vorgearbeitet. Es wäre sicherlich ein Platz
unter den ersten drei möglich gewesen. So muss er als Trost mitnehmen,
dass er sich für den ebenfalls für ihn anstehenden Halb-Ironman in
Zürich in hervorragender Form befindet.
Was für ein Tag ! Das fünfte Mal sind wir hier auf Hawaii, doch so
ein heißes (temperaturmäßig) Rennen haben wir hier noch nicht erlebt.
War es im letzten Jahr vergleichsmäßig bewölkt und angenehm, hat gestern
die Hitze erbarmungslos zugeschlagen und einige Opfer gefordert. Unter
anderem auch Katja.
Katjas Rennbericht: Erstmals bei
den Profis am Start, gelang es ihr als 6te aus dem Wasser zu steigen,
als beste Europäerin. Natürlich war klar, dass sie das nicht halten
kann. Doch auch auf dem Rad erwischte sie einen guten Tag, fuhr einen
knappen 32er Schnitt an einem nicht windstillen Tag. Kurz hinter einigen
Favoriten beendete sie die 2.Disziplin, endlich hatte es mal geklappt
und sie konnte die Trainingsresultate im Wettkampf abrufen. Frohen Mutes
und mit gewohnter Angriffslust ging sie nun ihre eigentlich Stärke an,
den abschließenden Lauf. Doch offenbar hatte sie unter der Hitze mehr
gelitten als geglaubt. Die Nahrung blieb nicht mehr im Magen, Schwindel
und sonst noch alles, was nicht gerade einer guten Leistung zuträglich
ist, machten ihr das Leben schwer. Eine 3:50h im abschließenden Marathon
und Gesamtplatz 54 bei den Frauen ist natürlich nicht das, was sie sich
erträumt hatte. Doch es war ihr erster Start bei der WM als Profi, ein
Rennen zum Lernen und bestimmt nicht ihr letztes auf Hawaii.
LEIPZIG. Paukenschläge setzten sieben Südharzer Ausdauer-Asse in
Leipzig. Eine Dame und fünf Herren aus zwei Vereinen hatten die
olympische Distanz mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren
und abschließendem 10-Kilometer-Lauf gut gemeistert. Komplettiert wurde
die Südharzer Streitmacht durch Frederike Friedrich, die im
Kindertriathlon ihre Wettkampfpremiere bestritt.
Für die
Elfjährige wurde es eine Premiere mit vielen Vorhängen. Insider kennen
das Talent als sechsfache Goldsiegerin der diesjährigen
Kreisjugendspiele im Schwimmen. Am Kulkwitzer See zeigte Frederike nach
150 Metern Schwimmen, drei Kilometern Radfahren und einem Kilometer
Laufen allen 41 Konkurrentinnen und Konkurrenten von acht bis 15 Jahren
die Hacken. In 18 Minuten und acht Sekunden war sie um genau zwei
Sekunden schneller im Ziel als der 15-jährige Sieger der Jungenklasse,
Robert Kuschel (TSG Markkleeberg).
Ein glänzender Umstieg von der
Jugend- in die Damenklasse W 20 gelange Ann-Kathrin Sourell. Die
Sportlerin des Jahres aus dem Landkreis Nordhausen eroberte im Feld der
38 Damen auf der olympischen Distanz den fünften Rang. In der separaten
Altersklassenwertung kletterte Ann-Kathrin Sourell mit toller
Leistungssteigerung nach zwei Stunden, 26 Minuten, 17 Sekunden und 59
Hundertstelsekunden aufs Bronzetreppchen. Gegenüber ihrem
Jugend-Cup-Sieg vor zwölf Monaten hatte sich die Nordhäuserin dabei um
mehr als vier Minuten verbessert. Auf dem Radkurs (1:14:48,33 h) und im
10-Kilometer-Lauf war sie jeweils zweitschnellste Dame. Das
1,5-Kilometer-Schwimmen zum Auftakt hatte sie als Sechste in 28:02,06
Minuten gemeistert.
Den Medaillensatz für den SV 90 komplettierte in
zwei Stunden, 55 Minuten, 12 Sekunden und 50 Hundertstelsekunden Hermann
Richter in der lizenzfreien Kategorie mit Silber in der Altersklasse
über 55 Jahre. Der Oldie zeigte im Schwimmen (25:42,32 min) alte Klasse.
Beim Radfahren (1:31:18,19h) und im 10-Kilometer-Lauf (55:25,63 min)
konnte er tollen Trainingsfleiß unterstreichen.
In der gleichen
Kategorie eroberte Uwe Kramer vom VfL Ellrich in zwei Stunden, 35
Minuten, zwei Sekunden und 57 Hundertstelsekunden den 14. Rang in der
Altersklasse M 40.
Bei den Lizenz-Startern erkämpfte sich Uwe
Toischer in zwei Stunden, 28 Minuten, sechs Sekunden und 52
Hundertstelsekunden mit Rang 10 einen Platz unter den Top Ten der
Männerklasse M 35. Vier Minuten später eilte Vereinskamerad Reinhard
Seyer (beide SV 90) nach zwei Stunden, 32 Minuten, 17 Sekunden und elf
Hundertstelsekunden als 15. ins Ziel.
Richard MÜLLER
LAKE PLACID. Toller Erfolg für Katja und Ulrich Konschak: Mit
vorderen Platzierungen beim Ironman-Triathlon in Lake Placid
qualifizierten sich die Nordhäuser für den diesjährigen Ironman auf
Hawaii.
Wer beim Ironman der Triathleten im Oktober auf
Haiwaii starten will, muss sich zuvor bei weltweit renommierten Rennen
qualifizieren. Die Nordhäuser Asse Katja und Ulrich Konschak hatten die
amerikanische Sportmetropole Lake Placid als Qualifikations-Station
ausgewählt. In der Stadt der Olympischen Winterspiele von 1932 und 1980
standen insgesamt 80 Hawaii-Startplätze zur Disposition. Acht davon
waren für das Profi-Damen-Rennen reserviert. 72 Hawaii-Tickets standen
für die Amateure der verschiedenen Alterskategorien bei Damen und Herren
bereit. Mit 2200 Startern bauten sich für die beiden Nordhäuser
gewaltige Hürden auf dem Weg zum Mekka der Triathleten auf. In den drei
Wettkampfabschnitten mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer
Radfahren und 42 Kilometer Laufen meisterten Katja in zehn Stunden, 38
Minuten und vier Sekunden sowie Ulrich in neun Stunden, 42 Minuten und
51 Sekunden alle Prüfungen mit Bravour und qualifizierten sich damit für
den Ironman Hawaii.
Im Rennen der Damen-Profis kam Katja nach 51 Minuten gemeinsam mit der
Tschechin Tereza Macel in Führung liegend aus dem Wasser. Auf der
Radstrecke galten 2000 Höhenmeter als besonderer Scharfrichter. In sechs
Stunden und zwei Minuten auf den bergigen 180 Kilometern erfüllte sie
die selbst gesteckte Zielvorgabe. Noch vor dem letzten Wechsel auf den
Laufabschnitt hatte die Hawaii-Achte des vergangenen Jahres, Belinda
Granger (Australien), die Führung übernommen und verteidigte diese in
9:40:20 Stunden bis ins Ziel erfolgreich. Katja stieg als Dreizehnte vom
Rad. In ihrer stärksten Disziplin, dem Laufen, hatte sie diesmal einige
Probleme. Auf den letzten zehn Kilometern mobilisierte sie alle
Reserven. Zwei Konkurrentinnen konnte sie noch überholen. Nach drei
Stunden und 38 Minuten war auch der Marathon gemeistert und das Rennen
auf Rang elf beendet. Nun begann das Rechnen. Tagessiegerin Granger war
aufgrund des vorjährigen Top-Ten-Platzes bereits für Hawaii
qualifiziert. Zwei weitere Athletinnen nahmen ihr Startrecht nicht wahr.
Somit hat sich die Nordhäuserin doch noch für die Weltmeisterschaft auf
Hawaii qualifiziert. Nach zwei Amateurstarts 2003 und 2004 und dem
jeweiligen Vizeweltmeistertitel in der Altersklasse wird sie diesmal bei
der Weltelite am Start sein. Erstmals wird Thüringen damit in der
Profikategorie sowohl bei den Männern als auch bei den Damen auf Hawaii
vertreten sein.
Im Rennen der Amateure mischte Ulrich Konschak auf
allen Teilabschnitten sehr gut mit. Für die Schwimmstrecke benötigte er
55 Minuten. Als 30. kam er aus dem Wasser. Nach fünf Stunden und 32
Minuten stieg er als 35. vom Rad. Mit fulminanter Aufholjagd im
Marathonlauf in glänzenden drei Stunden und sechs Minuten arbeitete sich
Ulrich noch auf den sechsten Rang der Gesamtwertung nach vorn.
Das
Tüpfelchen auf einen tollen Wettkampf setzte der Nordhäuser mit seinem
ersten Altersklassensieg in der Kategorie 35 bis 39 Jahre bei einem
Ironman. Optimistisch blickt der Mediziner seinem vierten Start auf
Hawaii entgegen. Vor zwölf Monaten hatte er den 98. Platz mit nach Hause
gebracht.
Richard MÜLLER
RAPPERSWIL. 1200 Athleten aus 29 Nationen gingen beim zum ersten Mal
ausgetragenen "Ironman 70.3 Switzerland" in Rapperswil/Jona (bei Zürich)
an den Start. Unter ihnen auch sieben Triathleten aus Nordhausen.
"Halb-Ironman"
heißt halbe Triathlon-Langdistanz, also 1,9 Kilometer schwimmen, 90
Kilometer Rad fahren und 21,1 Kilometer laufen. Für vier der angereisten
Nordhäuser Sportler bedeutete die anstehende gut fünfstündige
Ausdauerbelastung eine Premiere. Die Ungewissheit über den
Wettkampfverlauf war trotz intensiver Trainingsvorbereitung und der für
einen zusätzlichen Adrenalinschub sorgenden rund 30 000 Zuschauer groß -
alle Nordhäuser kehrten jedoch mit durchaus respektablen Leistungen
zurück.
Zunächst legte Katja Konschak (SVN ´90) vor. Der im Profifeld startenden
Nordhäuser Triathletin gelang mit dem Sprung unter die Top Ten der
Frauen ein phänomenales Ergebnis. Dabei stieg sie mit der bis dato
führenden und späteren Siegerin, der Schweizerin Nicola Spirig, als
Zweite fast gleichzeitig aus dem Wasser. Die herausragende Leistung von
Katja Konschak wird umso deutlicher, da die spätere Zweitplatzierte, die
Schweizerin Karin Thürig, zu diesem Zeitpunkt noch auf Platz 12 mit
einem Rückstand von über sieben Minuten auf Konschak lag. Dass diese
nicht nur im Schwimmen mit den weltbesten Triathleten mithalten kann,
zeigte ihre ebenfalls zweitbeste Laufleistung über den abschließenden
Halbmarathon. So war der zehnte Platz bei den Frauen in der Gesamtzeit
von 4:39,11 Stunden gerechter Lohn für eine tolle Darbietung beim
Halb-Ironman in der Schweiz.
Als zweite Nordhäuser Frau ging
Ann-Kathrin Sourell (ebenfalls SVN ´90) an den Start und belegte einen
sensationellen dritten Platz in ihrer Altersklasse 18 bis 24 Jahre. Ihre
Zeit von 5:04,06 Stunden bedeutete in der Gesamtwertung Platz 34. Die
über längere Triathlon-Distanzen erfahrenen Nordhäuser Athleten Ulrich
Konschak und Michael Schorcht waren ebenfalls mit von der Partie. Ulrich
Konschak wurde in der Gesamtzeit von 4:18,54 Stunden 38. und belegte
damit in der Altersklasse M 35 den fünften Platz. Ebenfalls in bester
Verfassung präsentierte sich Michael Schorcht, der in der Zeit von
4:31,16 Stunden den 92. Gesamtplatz belegte, gleichbedeutend mit Rang 24
in der Altersklasse M 35.
Die Halbdistanz-Neulinge Hans-Peter
Müller, Nicky Ehrlich und Jens Liebold (alle SVN ´90) präsentierten sich
ebenfalls mit Gesamtzeiten um die Fünf-Stunden-Marke in bester
Verfassung. Das lange und entbehrungsreiche Training für diese
anspruchsvolle Distanz sollte sich für alle drei auszahlen.
Hans-Peter
Müller blieb mit 4 Stunden, 59 Minuten und 36 Sekunden ganz knapp unter
der 5-Stunden-Marke. In der Altersklasse M 35 bedeutete dies für ihn
den 69. Gesamtrang. Nicky Ehrlich bestach durch sehr gute Zwischenzeiten
auf der Schwimm- und Radstrecke, musste jedoch dann dem hohen Tempo auf
der Laufstrecke Tribut zollen und kämpfte sich gleichwohl mit einer
respektablen Gesamtzeit von 5:19:19 Stunden als 65. in der Altersklasse M
25 ins Ziel.
Eine Topleistung bot auch Jens Liebold, der erst seit
zweieinhalb Jahren Triathlon betreibt. Durch seine gute Vorbereitung
lieferte er einen sehr ausgeglichenen Wettkampf ohne größere Schwächen
ab und bewies damit, dass man mit konsequentem Training sehr weit kommen
kann. Er benötigte für die Gesamtstrecke eine Zeit von 5 Stunden, 36
Minuten und 25 Sekunden. Dies bedeutete in der Altersklasse M 35 den
171. Rang.
Toralf GRAFE
Wochenlang schien die Sonne, der April war so warm wie sonst der Juni und die Waldwege waren so trocken, dass man beim Training dachte, auf Asphalt zu laufen. Ausgerechnet an dem Tag, an dem Triathlon-Saisonauftakt von Katja und Ulrich Konschak geplant war, fing es im bayrischen Amberg an zu regnen und die Temperaturen sanken auf teilweise 11 Grad.
Das Schwimmen war mit geschätzten 24 Grad Wassertemperatur noch am
angenehmsten. Auf der 45 km Radstrecke ging es teils schwimmenderweise
ordentlich zur Sache und ich hielt meine Platzierung etwa. Beim Lauf
durch die Amberger Altstadt konnte ich dann noch einige Konkurrenten
überholen und landete schließlich auf Platz 15. Leider war der Laufkurs
mit meinerseits geschätzten 8 km etwas kurz geraten. Das Rennen war sehr
ordentlich mit einigen Bundesligastartern besetzt, so daß ich mit
diesem Resultat durchaus leben kann. Vor allem die Laufleistung stimmte
mich wieder zuversichtlich, nachdem ich gerade da in Jena einige
Schwierigkeiten hatte. Es gibt noch Verbesserungsbedarf in einigen
Details bis zum Ironman 70.3 in Rapperswil, aber der Weg stimmt.
Katja
konnte als Erste aus dem Wasser steigen und hatte auf dem Rad arg mit
der Kälte zu kämpfen. Auf dem Rad wurde sie von Christine Waitz und
Heike Funk überholt, letztere schied später mit Panne aus. Katja konnte
beim Laufen noch etwas Zeit gutmachen und wurde mit 20 sec. Rückstand
Zweite hinter Christine Waitz. Auch Katjas Formkurve zeigt langsam aber
sicher nach oben und in den verbleibenden 3 1/2 Wochen wird der
Feinschliff ein Übriges tun.
Ansonsten war der Amberger
Citytriathlon, von einigen Ungereimtheiten abgesehen, eine gelungene
Veranstaltung. Sollte das Wetter auch noch stimmen, ist ein Trip nach
Amberg sehr zu empfehlen.
U.Konschak
Siegreicher Saisontest
Katja Konschak wird Landesmeisterin beim 19. Jenaer Duathlon / Elias Busch auf Platz drei.
JENA.
Eine gute Form bewies die Nordhäuser Triathletin Katja Konschak beim
19. Jenaer Duathlon, der über 10 km Laufen, 40 km Radfahren sowie
nochmals 5 km Laufen als Thüringer Landesmeisterschaft ausgeschrieben
war. Bei diesem relativ zeitig in der Saison stattfindenden Wettkampf
präsentierte sich Konschak mit einem unangefochtenen Start-Ziel-Sieg,
wobei die engen Zeitabstände zwischen den Platzierungen für ein
insgesamt gut besetztes Starterfeld sprachen. Katja Konschak, die die
ersten zehn Laufkilometer in einer überragenden Zeit von 40 Minuten
absolvierte und somit als Erste auf den zweiten Teil, die Radstrecke,
wechselte, ließ in den folgenden zwei Wettkampfteilen nichts mehr
anbrennen und gewann in einer Gesamtzeit von zwei Stunden und elf
Minuten. Sie wurde damit Thüringer Landesmeisterin im Duathlon vor
Judith Lotz (Triathlon Jena, 2:11:57 h) und Lilli Schneider (DJK
Triathlon Andernach, 2:12:11 h).
Einer starken Konkurrenz musste sich
Katjas Ehemann Ulrich Konschak erwehren. In der Gesamtwertung belegte
er bei den Männern den achten Platz, in seiner Altersklasse M 35 den
dritten Rang mit einer Gesamtzeit von einer Stunde, 58 Minuten und einer
Sekunde. Für den ersten Laufteil benötigte Konschak 36:17 min, was zu
diesem Zeitpunkt noch Platz 5 bedeutete. Mit dieser Zeit lag er vor den
späteren, aus dem Profibereich stammenden Siegern Hubert Hammerl
(Triathlon Jena) und Enriko Knobloch vom TSV Eisenberg. Auf den
folgenden Abschnitten fiel Konschak dann jedoch zurück.
Als
Nordhäuser Nachwuchstriathlet ließ insbesondere Elias Busch (SVN 90) mit
seinem Ergebnis über 400 Meter Laufen, 2,5 km Radfahren und 400 Meter
Laufen aufhorchen. Mit einer Zeit von 11:12 min war er lediglich zehn
Sekunden langsamer als der Erstplatzierte und belegte den dritten
Gesamtplatz in der Schülerkategorie C (Jg. 98/99). Besondere Beachtung
verdient dieses Ergebnis, da hier immerhin 20 Schüler am Start waren.
Timea
Busch vom SVN 90 benötigte bei den Schülerinnen D (Jg. 00/01) für die
gleiche Strecke 17:45 min und belegte damit den vierten Platz. Johanna
Mohs wartete bei den Schülerinnen B (Jg. 96/97) über die Distanz 800
Meter Laufen, 5 km Radfahren und 400 Meter Laufen mit dem 10. Platz in
einer Zeit von 25:38 min auf, während ihre Schwester Magdalena bei den
Schülerinnen A (Jg. 94/95) über 2/10/0,8 km in einer Zeit von 40:26 min
den fünften Platz belegte.
Auf die Saisonentwicklung darf man somit
sowohl im Erwachsenen- als auch im Nachwuchsbereich bei den Nordhäuser
Triathleten gespannt sein. Für diese wird morgen eine erste
Standortbestimmung beim 3. Worbiser Duathlon erfolgen. Einigen
Triathleten steht zudem mit der Teilnahme am Züricher Halb-Ironman am 3.
Juni ein besonderer Höhepunkt bevor. Dort wird sich dann zeigen, ob das
fleißige Trainieren der vergangenen Wochen auch für gute Ergebnisse im
Wettkampf sorgt.
Toralf Grafe
Ellrich war ein guter Silvesterlauf-Gastgeber
ELLRICH. Gute
Leistungen und Bewegungsfreude machten auch den letzten Wettkampf des
Kalenderjahres 2006 in Ellrich zu einem Erlebnis. Fast 100 Starter
hatten die Einladung des VfL Ellrich als Alternative für den kurzfristig
abgesagten Nordhäuser Silvesterlauf angenommen.
Das Gros der
Teilnehmer stellte der Gastgeber mit seinen Laufrecken aus Ellrich,
Walkenried, Bad Sachsa und Bad Lauterberg. Der Landkreis war mit dem
Triathlon-Nachwuchs des Schwimmvereines, Lauf-Assen des LV Altstadt und
zahlreichen Freizeit-Rennern vertreten. Alle genossen die Ellricher
Gastfreundschaft trotz Nieselregens und matschigen Kursen. Auch ohne
Altersklassenteilung und Startnummer gingen die Nachwuchsathleten auf
beiden Wettkampfkursen mit Start und Ziel auf dem Ellricher Sportplatz
konzentriert zur Sache. Nur dabei sein, ohne Wetteifern um
Platzierungen, schien für die unter 15-jährigen Mädchen und Jungen kein
Motto. Von den 23 Strategen auf der 1,5-Kilometer-Schleife war die
zehnjährige Triathletin Johanna Mohs nach knapp sechs Minuten als Erste
wieder im Ziel. Im Finish um die weiteren Podestplätze hatte der
Ellricher Grundschüler Max Triftshäuser knapp vor der elfjährigen Sophia
Rambow (SVN-Triathlon) die Nase vorn. Alle Aktiven wurden bereits beim
Zieleinlauf mit Urkunden belohnt. Mit Franziska Daniel vom LV Altstadt
gab es auf dem 5,3-Kilometer-Kurs einen Favoritensieg. Die 13-jährige
Landesmeisterin und Siegerin des Nordhäuser Citylaufes unterbot mit 25
Minuten und 59 Sekunden als einzige Starterin die 26-Minuten-Marke.
Christoph Hohlzhauer (Sülzhayn; 27:47 Minuten), Hans-Jürgen Hausemann
(Bad Sachsa, 27:48 min), sowie Julia Müller und Florian Stalke (beide
Altstadt; 28:06 min) eroberten in der 25-köpfigen Konkurrenz die
weiteren Spitzenplätze. Eine Route bis zum Pfaffenberg und zurück über
sechs Kilometer meisterten die Krankenschwestern Ina Ruske, Christel
Bevert und die Verkäuferin Annett Kalbitz im Nordic Walking mit Bravour.
Als
Jahresausklang ohne Zeitnahme und Klassifikation hatten sich die 44
Läuferinnen und Läufer den Hauptlauf über 13,5 Kilometer vorgenommen.
Ihre Meriten hatten die Asse, darunter mit Marie-Helen Prenzel und
Karl-Ernst Wernecke die Sieger des Thüringer Klassiker-Cups, sowie
Marathon-Landesrekordhalter Heinz Hartmann oder Hartmut Holzhause als
Streckenchef bisheriger Nordhäuser Silvesterläufe im Jahresverlauf
bereits reichlich verdient. Auf eine sportliche Herausforderung wollte
Christian König aus Gudersleben jedoch auch bei der letzten Prüfung des
Jahres nicht verzichten. Die Strecke bis zur Wendel-Eiche auf über 600
Meter Höhe und zurück zum Sportplatz bewältigte der 19-Jährige in einer
Stunde und 23 Minuten. Als erste Läuferin war Daniela Prenzel wieder im
Ziel. Nach dem Duschen rundete eine gemütliche Runde im schmucken
Ellricher Sportlerheim die sportliche Einstimmung auf die abendliche
Silvester-Fete ab.
Richard Müller, Thüringer Allgemeine - 01.01.2007
Fünf Südharzer Podestplätze bei Silvesterlauf in Erfurt
Katja und Uli Konschak sowie Ann-Kathrin Sourell überzeugen beim 33. Erfurter Silvesterlauf.
ERFURT
(rm). Beim letzten Wettlauf des Jahres testeten die Triathleten vom
Nordhäuser Schwimmverein Form und Trainingszustand vor dem Start ins
neue Jahr. Zehn Youngster konnten mit Lauftrainer Uwe Toischer beim
Ellricher Silvesterlauf überzeugen. Durch Johanna Mohs und Sophia Rambow
platzierten sie sich im 1,5-Kilometer-Rennen auch zweimal auf dem
Siegertreppchen.
Die Asse des Vereines suchten mit gleicher
Zielstellung die Herausforderung beim 33. Silvesterlauf in der
Landeshauptstadt. Die Zehn-Kilometer-Distanz hatte das Spitzentrio Katja
und Uli Konschak, Anne-Kathrin Sourell (alle SVN 90) zusammen mit dem
Lauf-Altmeister Erich Westermann von der Harzer Sportgemeinschaft als
Teststrecke ausgewählt. Die Bilanz mit fünf Podestplätzen - einmal Gold,
dreimal Silber und einmal Bronze - sowie zwei Kreisrekorden ist
erstklassig. Der 35-jährige Ulrich Konschak war Schnellster der
Altersklasse 30 bis 39 Jahre. Seine 35 Minuten und 22 Sekunden wurden
ausschließlich von Laufspezialisten aus Thüringer und Anhaltinischen
Leistungszentren zwischen 18 und 24 Jahren unterboten. Gesamtsieger
wurde Stefan Eberhardt vom Laufclub Erfurt in 31 Minuten und 15
Sekunden. Konschak reihte sich mit Platz zehn unter den Top Ten in der
Gesamtwertung ein.
Katja Konschak kam auf gleicher Strecke zweimal
auf den Silberplatz. Hinter der 20-jährigen Apoldaer Triathletin Carolin
Gläser (36:53 Minuten) eroberte sie in der Gesamtwertung und auch in
der Altersklasse bis 29 Jahre den Ehrenplatz. Vor sechs Wochen hatte sie
erst wieder mit ernsthaftem Training begonnen. Mit 37 Minuten und 46
Sekunden lief Konschak neue persönliche Bestzeit. Zugleich unterbot sie
den von Arne-Ulrike Karnstedt (LV Altstadt) am 28. August 1999 in
Rhumspringe erzielten Kreisrekord (41:28 min) deutlich. Das gleiche
Doppel schaffte in der ältesten Jugendklasse auch Anne-Kathrin Sourell.
Die Triathlon-Landesmeisterin erkämpfte Silber in der A-Jugend. Ihren
bei den Landesmeisterschaften im Stra- ßenlaufen am 13. März 2006 in
Greiz über zehn Kilometer erzielten Kreisrekord (46:48 min)
pulverisierte sie in 44 Minuten und 11 Sekunden um mehr als zwei
Minuten.
Der 66-jährige Erich Westermann meisterte den
Zehn-Kilometer-Kanten in 46 Minuten und sechs Sekunden. Damit
komplettierte der Nordhäuser Altmeister mit dem Bronzetreppchen das
fulminante Abschneiden der Nordhäuser beim Erfurter Silvesterlauf.
Richard Müller, Thüringer Allgemeine - 04.01.2007